
Fernwärmespeicher Gelsenkirchen
Iqony stärkt die Wärmewende im Ruhrgebiet
Förderung

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Der neue Wärmespeicher in Gelsenkirchen ist in Betrieb. Mit einer Speicherkapazität von rund 31 Millionen Litern Wasser trägt er dazu bei, die Fernwärmeversorgung im Ruhrgebiet noch flexibler, sicherer und klimafreundlicher zu gestalten.
Als zentrales Element der Wärmewende ermöglicht der Speicher, Wärme zeitlich von ihrer Erzeugung zu entkoppeln: Überschüssige Wärme wird gespeichert und genau dann bereitgestellt, wenn sie benötigt wird.
Ein Meilenstein für die Fernwärme im Ruhrgebiet
Nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit hat die Steag Iqony Group den Wärmespeicher am Standort Gelsenkirchen-Schalke erfolgreich in Betrieb genommen. Mit einer Höhe von 57 Metern zählt er zu den bedeutenden Infrastrukturprojekten für die nachhaltige Wärmeversorgung in Nordrhein-Westfalen.
Der Wärmespeicher erhöht die Effizienz des Fernwärmesystems erheblich:
- Flexiblere Nutzung vorhandener Wärmequellen
- Höhere Versorgungssicherheit für Kundinnen und Kunden
- Bessere Integration erneuerbarer Energien und klimafreundlicher Wärmequellen (z. B. industrielle Abwärme)
- Reduzierung von Erzeugungsspitzen und Emissionen
- Wichtiger Baustein auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung

Projektdaten
| Speichertemperatur | max. 115 °C |
| Nutzbares Speichervolumen | ca. 22.300 m3 |
| Nutzbare Kapazität | 1050 MWh |
| Bruttovolumen | ca. 30.900 m3 |
| Gesamthöhe | 56,8 m |
| Außendurchmesser | 28,0 m |
| Inbetriebnahme | Frühjahr 2026 |
So funktioniert der Wärmespeicher
Der Wärmespeicher in Gelsenkirchen basiert auf der innovativen Zwei-Zonen-Speichertechnologie. Sie ermöglicht die sichere und effiziente Speicherung von Fernheizwasser mit Temperaturen von über 100 °C.
Der Speicher besteht aus zwei Wasserkammern, die durch ein isoliertes Zwischendach voneinander getrennt und über eine Pendelleitung hydraulisch verbunden sind.
- Untere Zone: dient als Hauptspeicher und enthält das heiße Fernheizwasser.
- Obere Zone: ist mit kälterem Fernheizwasser gefüllt und fungiert als Auflast.
Über die Pendelleitung erzeugt das Wasser in der oberen Zone einen hydrostatischen Überdruck. Dadurch wird verhindert, dass das heiße Wasser in der unteren Zone verdampft. So kann die Wärme trotz hoher Temperaturen drucklos und besonders effizient gespeichert werden.
Vom Bau zur Landmarke - der Weg im Zeitraffer
Der Wärmespeicher in Gelsenkirchen ist fertiggestellt und prägt mit seiner Höhe von 57 Metern sichtbar die Energiezukunft der Stadt. Vom ersten Spatenstich bis zur Inbetriebnahme ist die Anlage Schritt für Schritt gewachsen. Unser Zeitraffer zeigt die wichtigsten Bauphasen und dokumentiert die Entstehung dieses besonderen Infrastrukturprojekts.
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